Trara! Trara! bin wieder da

Mein letzter Beitrag stammt vom 12. Juli 2025 – ist also fast ein Jahr her. Höchste Zeit, mal wieder im Internet sichtbar zu werden.
Ich bin weiterhin intensiv mit meinen Buch-Projekten beschäftigt, für die ich nach meiner Beendigung der Tätigkeit als Leiter von Schreib-Werkstätten mit dem Sylvester-Seminar 2021/22 (zusammen mit meinem Sohn Jonas Zenhäusern) nun viel Zeit habe. Aber die damit verbundene Entschleunigung hat auch Nachteile – ich verliere mich gerne in immer feinen Verästelungen und füttere unaufhörlich meinen „digitalen Zwilling“ (= meine Datenbank), die so etwas ist wie der Schlitten beim Reißverschluss, der die beiden Krampenreihen zusammenführt.
Falls das sehr rätselhaft rüberkommt: Ich meine damit bei meinem aktuellen Buch-Projekt (26 schon einmal veröffentlichte Kurzgeschichten plus deren Entstehungsgeschichte = Making of)
° die Geschichten selbst
° und parallel dazu deren Entstehungsprozess.
Macht alles viel Spaß, so in die Vergangenheit einzutauchen, um sie in der Gegenwart in vielen Varianten von Zukunft zu präsentieren. Ist aber auch sehr zeitaufwändig.
Arbeitstitel für den ersten Band der Story-Collection: Ad astra – hinaus zu den Sternen.
Danach mache ich mich an den zweiten Band (Per aspera – Rückkehr zur Erde) und wenn alles gut geht, folgen meine Autobiographie (Arbeitstitel: „Das hat mir mein Bauch telefoniert„) und ein Sachbuch zum Thema „MultiChronie“ – welches übrigens der besagte Schlitten sein wird, der die beiden Krampenreihen besagten „Reißverschlusses“ zusammenführen soll.

Meine Schreib-Werkstatt 1979 war nicht die erste

Bei den Recherchen in den inzwischen 86 Jahren meines Lebens stieß ich auf eine Fehlinformation. Ich war immer der Meinung, dass die Schreib-Werkstatt „Schreiben als Abenteuer“, die ich im August 1979 mit meiner damaligen Kollegin und TZI-Lehrerin Elisabeth von Godin in Aufkirchen am Starnberger See durchgeführt habe, das erste Angebot dieser Art im deutschsprachigen Raum ist. Inzwischen weiß ich es besser: Schon 1963 führte Walter Höllerer (wohl beeinflusst durch seine Aufenthalte in den USA) in Berlin im „Literarischen Colloquium“ die „Schreibwerkstatt Prosaschreiben“ durch.

Die vermutlich historisch allererste Schreib-Werkstatt war 1816 das Treffen einiger britischer Literaten in der Villa Diodati am Genfer See, in deren Verlauf Mary Shelley ihren Roman Frankenstein begann – so etwas wie die Geburtsstunde der modernen Science-Ficiton-Literatur.

334 _ aut #4120_ 30. März 2026

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