Schluss mit Schreibseminaren

Serendipität ist die Kunst, zufällig etwas Besseres zu finden als das, was man bewusst sucht. Christoph Columbus war so einer, dem das widerfuhr: Er suchte eigentlich Indien – fand aber Amerika. Dass der neue Kontinent (bzw. seine ersten Ausläufer, die Inseln der Karibik) etwa weit „Besseres“ als das ersehnte Indien sein könnte, erfuhr er allerdings„Schluss mit Schreibseminaren“ weiterlesen

Tempolimit oder: Hans im Glück

(Zufällig beim Stöbern im Archiv entdeckt und jetzt mit Vergnügen hier im Blog recycelt – weil immer noch brandaktuell – so als hätte ich diesen Artikel jetzt eben geschrieben. 36 Jahre (!) ist es her, dass ich diese Kolumne für natur verfasst habe. Die Zeitschrift gibt es noch immer – nach allerlei Veränderungen in Redaktion,„Tempolimit oder: Hans im Glück“ weiterlesen

Nazi-Juristen nicht verstecken – sondern sichtbar machen

Aus meinen zwei Semestern Jura-Studium im Jahr 1960 (eingeklemmt zwischen einem Semester „Mathematik und Physik“ an der Technischen Hochschule und dem Psychologie-Studium an der LMU) sind mir die beiden voluminösen Standardwerke, um die es hier geht, nur zu vertraut gewesen. Jeder Jurastudent muss sie sich irgendwann kaufen – ich habe das (in Vorahnung meines baldigen„Nazi-Juristen nicht verstecken – sondern sichtbar machen“ weiterlesen

Früh übt sich, was ein…

… Romanautor werden will. 1955 skizzierte ich den Anfang eines utopischen Romans in ein leeres Kontobuch meines —Urgroßvater Eduard Kropf, das ich auf dem Dachboden der Bahnhofstraße 15 in Rehau gefunden hatte. Es ging um den ersten Flug zu einem Nachbarstern: Alpha Centauri, 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ich weiß fast nichts mehr darüber„Früh übt sich, was ein…“ weiterlesen

Medien, in denen ich publiziert habe (LISTE)

Das wird jetzt eine lange Liste, die tatsächlich alle Positionen des Alphabets umfasst. In fast 70 schreibaktiven Jahren kam da so einiges zusammen:° beginnend 1956 mit dem Club-Magazin ANDROmeda des Science-Fiction Club Deutschland (ohne Honorar) und dem UTOPIA-Magazin Nr. 6 (wofür es ein allererstes Honorar gab)° und über viele Zwischenstationen zunächst einmal endend im aktuellen„Medien, in denen ich publiziert habe (LISTE)“ weiterlesen

Endlich wiederfinden, was ich mal geschrieben habe

(Diesen Text schrieb ich 1987 für das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels. Er stellt „Datenbanken-Systeme als synthetisches Gedächtnis“ vor – was damals ja nicht nur für Buchhändler als einer der Einstiege in die digitale Welt wichtig wurde, sondern auch für Journalisten und Schriftsteller – also Leute wie mich. Ich würde heute, nachdem ich über fünfzig solcher Datenbanken„Endlich wiederfinden, was ich mal geschrieben habe“ weiterlesen

Home Office? Schon immer!

Ein aktuelles Heft von brand eins widmet sich dem Thema Home Office – und was man von Selbständigen zu diesem Thema lernen kann. Dazu fiel mir gleich etwas ein: Dass ich eigentlich immer schon zuhause gearbeitet habe und mich dort entsprechend arrangieren musste. Geht das nicht schon in der Schule los – sobald man Hausaufgaben„Home Office? Schon immer!“ weiterlesen

~Die WonderBoys (Film)

Dem ziemlich verzweifelten Bestseller-Autor Grady Tripp (Nomen est Omen) will sein neues Roman-Projekt nicht gelingen. Während er von den Resten seines Ruhmes zehrt, unterrichtet er – mehr der Not gehorchend als der Tugend – an einer Universität einige Studenten in Creative Writing und tröstet sich mit Kiffen (wie andere Schriftsteller mit Alkoholsaufen).Viel lieber würde er„~Die WonderBoys (Film)“ weiterlesen

Editorisches Prinzip meines Blog: Wundertüte

Kürzlich fragte mich mein Bruder Stefan, was denn der rote Faden meines Blog sei. Gute Frage – denn ich sage Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Schreib-Seminare immer: Achtet darauf, dass eure Texte einen gut erkennbaren roten Faden haben – also ein Thema, dem man leicht folgen kann. Ich könnte es mir nun einfach machen und sagen:„Editorisches Prinzip meines Blog: Wundertüte“ weiterlesen

(wip) Zeittafel: Kreatives Schreiben / HyperWriting

(Work in Progress – diese Zeittafel wird später in den Anhang verlagert.) 1816In meinem Verständnis beginnt „Kreatives Schreiben“ mit jenem Treffen von vier Autoren in einer Villa am Genfer See im Sommer 1816. Dieser Sommer war kein sehr gemütlicher: Es war kalt und sehr regnerisch – das berüchtigte „Jahr ohne Sommer“*. So waren Lord Byron,„(wip) Zeittafel: Kreatives Schreiben / HyperWriting“ weiterlesen