Sommer-Werkstatt ist vorbei

(Dies ist eine kleine Zwischenmeldung – mit dem SelbstTest geht es kommende Woche weiter.)

Die Sommer-Werkstatt ist zur Zufriedenheit aller über die Bühne gegangen – fast sechs Tage mit Schreiben – Schreiben – Schreiben.
Dazu am Sonntag ein Ausflug mit Besuch im Staatlichen Museum für Ägyptische Kunst und anschließender Schreib-Sitzung im Innenhof-Café der Glyptothek gleich um die Ecke vom SMÄK.

Abb. 1: Scheinbar fehl am Platz im „Staatlichen Museum für Ägyptische Kunst“ in München: Die Neon-Installation von Maurizio Nannucci (SMÄK und Archiv JvS)

Ein Präsenz-Seminar in Corona-Zeiten? Es war ein beruhigendes Hintergrund-Gefühl, dass alle Anwesenden geimpft waren!

Eine Teilnehmerin der Sommer-Werkstatt, Anja van Kampen, hat einen Bericht dazu mit imposanter Fotostrecke auf ihrem Blog veröffentlicht – dem ist nichts hinzuzufügen: Schreibwerkstatt in München

Und hier noch zwei Fotos, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Links eine Doppelstatue eines ägyptischen Paars (gut 3.000 Jahre alt) – und eine Statuette aus gebranntem Ton von Ulrike Kocks aus Düsseldorf (aus dem Sommer 2021) – höchst realistisch und lebensgroß das eine Kunstwerk aus ferner Vergangenheit und total abstrahiert, 23 cm hoch, aus jüngster Gegenwart.
Die Frauen-Statuette ist ein Geschenk der Künstlerin, über das ich mich besonders freue – ist es doch
° zum einen so etwas wie eine symbolische Zusammenschau aller (überwiegend weiblichen) Teilnehmer von mehr als tausend Schreib-Seminaren
° und zum anderen Symbol für einen neuen Lebensabschnitt, der mehr dem eigenen Schreiben gewidmet sein wird.

Die Abb. 1 zeigt eine ultramoderne Installation aus Neonröhren, die in einem Museum für alte ägyptische Kunst scheinbar völlig fehl am Platz ist. Aber der Satz trifft fraglos zu: Im Moment der Entstehung ist JEDES Kunstwerk in der Tat „zeitgenössisch“ oder wie der Künstler Maurizio Nannucci es formuliert: „All art has been contemporary.“

MultiChronalia

Alle drei Beispiele dokumentierten zusammen einen speziellen Aspekt dessen, was ich MultiChronie nenne: Nicht nur innerhalb der eigenen Persönlichkeit sind stets mehrere oder gar viele Zeitschichten präsent (wenn auch meist unbewusst) – sondern auch in jeder Zivilisation – oder eben hier im Museum bzw. in meinem eigenen Arbeitszimmer (wo UIrike Kocks´ Statuette jetzt auf meinem Arbeitstisch steht):

° Gut 3.000 Jahre alt ist das ägyptische Paar,
° Nannuccis Neon-Installation stammt aus dem Jahr 2002 und ist wohl eine Kopie seiner Installation am Portal des Berliner Alten Museum aus dem Jahr 2005,
° Ulrike Kocks´ Figürchen stammt aus diesem Sommer 2021 – sie erinnert mich irgendwie auch an meine Mutter (1914-1973),
° und ich schreibe dies am 06. August 2021.

aut #1114 _ 2021-08-19/19:42 / 2021-08-06/11:38

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