TIPPS für Hörbehinderte

Wenn Sie nicht schwerhörig sind, lesen Sie am besten gleich ganz unten im Text weiter, weil es da etwas gibt, was Sie – zum Beispiel als Geschäftsmensch mit Auslandskontakten – ebenfalls brauchen könnten: den Babelfisch.
Wer jedoch schwerhörig ist, kann vielleicht auch die vier anderen Tipps gebrauchen.

Vornehm schwarz: Moderne Hörgeräte mit Bluetooth-Kommunikation

Tipp 1
Sollten Sie schwerhörig sein und noch keine Hörgeräte verwenden – bitte quälen sie sich nicht länger mit immer anstrengender werdenden Bemühungen, mittels Lippenlesen und intelligentem Interpolieren ihr Gegenüber doch nur teilweise zu verstehen, besorgen Sie sich schleunigst Hörgeräte – denn Ihr Gehirn verlernt allmählich das Hören. Sie verblöden zunehmend aus Mangel an Verständigung!!!
Sie ziehen sich frustriert aus der Kommunikation mit ihren Mitmenschen zurück. Sie vereinsamen. Sie werden zunehmend verbittert in Ihrer Frustration. Sie werden „schwierig“ und eigenbrötlerisch auch innerhalb Ihrer Familie (wenn Sie eine haben). Sie ziehen sich aus dem Kontakt mit ihren Arbeitskollegen zurück…
Dabei gibt es eine ganz einfache technische Lösung, und die ist heutzutage nicht nur nahezu perfekt (wenn sie gut angepasst wird) – sondern wird von der Krankkasse bezahlt – zumindest in der Grundausstattung. Aber den Rest sollten Sie selbst draufzahlen – ist wichtiger als ein neues Auto oder die Urlaubsreise zu den Malediven.

Tipp 2
Sollten Sie schon Hörgeräte haben – verwenden Sie diese auch. Möglichst ständig. Auch hier gilt: Das Gehirn verlernt das Hören und Verstehen – wenn Sie es nicht durch die Technik unterstützen. Sie fahren ja, wenn Sie Brillenträger und Autofahrer sind, auch nicht ohne Brille mit dem Auto. Eben.

Tipp 3
Gönnen Sie sich die allerbesten Hörgeräte, die es jeweils gibt! Ihre Lebensqualität hängt in extremem Maß davon ab. Und die Kosten (welche über die Grundversorgung durch die Krankenkasse hinausgehen) sind eine direkte Investition in Lebensqualität und damit auch in private wie berufliche Effizienz. Über die Ohren erfahren wir die Welt völlig anders und fundamentaler als über die Augen.
Die Augen sind so etwas wie „digitale“ Kanäle, welche die wahrgenommenen optischen Informationen in mehreren Stufen direkt ins Gehirn verdichten und „entwelten“.
Über die Ohren sind sie sehr viel direkter analog mit der Welt verbunden – und durch die Echos ihrer Aktionen auch mit sich selbst – so als würde um sie herum eine „akustische Blase“ existieren, die immer um sie herum schwebt – unsichtbar – aber sehr wohl hörbar. Wenn Sie nicht gut hören – schwindet diese akustische Blase allmählich.

Tipp 4
Falls Sie schon älter sind (ich bin 81), wird es Sie sehr beruhigen, wenn Ihr Hörgerät bei einem Sturz (bei dem Sie vielleicht das Bewusstsein verlieren oder einen Schlaganfall erlitten haben) dies automatisch feststellt und das fatale Ereignis direkt an eine entsprechend einprogrammierte Stelle meldet – die Sie dann rückrufen kann.
Dazu benötigen Sie für die Weiterleitung allerdings ein Smartphone, das via Bluetooth mit den Hörgeräten gekoppelt ist.


Tipp 5: Der Babelfisch in Aktion – heute

Und dann gibt es noch eine schicke Zusatzfunktion, die wie Science-Fiction klingt, aber inzwischen Science-Fact ist. Sie entspricht heute schon im Grundsätzlichen genau dem, was Douglas Adams ab 1978 in seinen Geschichten Per Anhalter durch die Galaxis als Babelfisch bezeichnet: eine Übersetzungshilfe:

° Sie reden mit einem Japaner, der kein Deutsch kann, er hat die Hörgeräte mit der Zusatzfunktion und versteht Ihre Rede in seinem Japanisch.
° Er antwortet Japanisch – Sie verstehen seine Rede in Ihren Ohren als Deutsch. Basta.
Das kostet einen Tausender extra. Ich brauche und habe das nicht – aber für Geschäftsleute (auch wenn sie nicht schwerhörig sind) – ist das die ideale Fremdsprachen-Lösung. Kriegen Sie bei jedem besseren Hörgeräte-Akustiker (meiner heißt Leonardo Palumbo mit seinem → HörTeam – kann ich sehr empfehlen)


aut #426 _ 2021-03-19/11:11

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