Hörgeräte 3.0 und das Internet der Dinge

Seit gut drei Jahrzehnten benötige ich Hörgeräte. Die Schwerhörigkeit ist offenbar geerbt – mein Vater war im Alter (so ab 70) ebenfalls schwerhörig. Mit seinen (Hinterohr-) Hörgeräten – damals noch analog – kam er nie zurecht. Er war einfach zu ungeduldig (er hatte wohl auch ADHS – seine ständige Trommelei mit den Fingern) und war deshalb nicht in der Lage, die Technik zu erlernen und dadurch auch zu beherrschen – und Hilfe holen kam nicht infrage. Also trug er die Geräte zwar immer, wenngleich deutlich widerwillig – aber sobald sie nach dem Anschalten „pfiffen“ – schaltete er sie frustriert ab: „Immer dieses blöde Pfeifen!“
Wie ich ihm seinen Frust nachfühlen kann! Aber ich bin anders. Ich lasse mir helfen.

(Am Schluss dieses Beitrags habe ich das gesamte technische Procedere nochmals übersichtlich zusammengefasst.)

Zwischenbemerkung
Wenn Sie nicht schwerhörig sind, lesen Sie am besten gleich ganz unten im Text weiter, weil es da etwas gibt, was sie – zum Beispiel als Geschäftsmensch mit Auslandskontakten – ebenfalls brauchen könnten: den Babelfisch.
Wer schwerhörig ist, findet hier in meinem Blog einige zusätzliche Tipps für Hörbehinderte .

Vorgeschichte mit viel Frust

(23. Feb 2021) Dank Hörgeräten dreifach mit der digitalen Welt verbunden? Schön wär´s. Aber zunächst mal sind das alles nur Versprechungen. Worum geht es? Drei künstliche Kanäle verbinden mich zusätzlich zu meinen natürlichen Sinnesorganen mit der analogen Außenwelt:
° Das Telefon, immerhin schon digital (ISDN) seit 2012 – aber mit seinem Standard „Bluetooth 2.0“ scheinbar nicht kompatibel mit meinen Hörgeräten, die über „Bluetooth 4.2“ kommunizieren.
° Mein PC mit dem ganzen Videokonferenzen-Kram (Webcam, Kopfhörer als Lautsprecher) – verweigert trotz supermodernem USB-Dongle die versprochene Kommunikation mit meinen Hörgeräten. Das liegt nicht daran, dass der Computer Baujahr 2012 ist (aber nach wie vor supergut mit allen Raffinessen und Programmen absolut zuverlässig schnurrt – und nicht mal das, weil es ja keine surrenden Festplatten mit lauten Lüftern mehr gibt, sondern Feststoffspeicher, die gar keinen Laut von sich geben – nur die Kühlung ist noch gaz leise irgendwo „da drunten“ unter meinem Schreibtisch).
° Und last but not least mein „Fenster zur Welt“ – der Fernseher. Auch der verweigert den direkten Kontakt via Bluetooth (kennt noch nicht einmal das Wort, ist eben auch aus dem Jahr 2012). Für einen alleinlebenden Single-Witwer sehr bedauerlich – auch wenn meine Blu-ray-Sammlung noch so gut ist.
Doch was das Fernsehen (und den CD-Player) angeht, besteht Hoffnung im Gestalt eines Zusatzgerätes für 275 €. Oder?

Aber dann, wenn…

… in drei (?) Wochen all das so zusammenspielt, wie von der Werbung (und meinen Zukunftsphantasien in der Vor-Bluetooth-Zeit) versprochen) – aber dann!
Dann kann ich mich endlich wieder wichtigeren Angelegenheiten zuwenden, hochaufgerüstet wie ein Cyborg aus der Startrek-Serie, nur nicht so grauslich entstellt, sondern praktisch unsichtbar, denn die kleinen Stecker im Ohr sind zwar schwarz – aber so klein, dass ich sehr aufpassen muss, sie beim Rein- und Rausstöpseln nicht fallen zu lassen. Das hätten sie nämlich gar nicht gern.
Aber wie gesagt- das waren zunächst alles leere Versprechungen im hochglanzfarbigen Prospekt. Weil dann – nicht zuletzt dank der geduldigen Hilfe meines ältesten Sohnes – doch noch alles gut ging und nun bestens – wie versprochen – funktioniert, dacht ich mir: Vielleicht kann ich anderen Hörgeschädigten eine Menge Frust ersparen, wenn ich das in meinem Blog publik machen. Violà – hier die Details (und am Schluss gibt es noch einen kräftigen Lachanfall mit Bundesrat Merz als Belohnung!

Schön wär´s – wenn die beiden sich via Bluetooth verbinden würden!

Persönliche Erfahrung mit Hörgeräten

Meine ersten Geräte (immer „in Ohr“, von Anfang an – die Variante „Hinter dem Ohr“ gefiel mir nie) waren in den 1990er Jahren noch analog; sie waren besser als „gar keine Geräte“. Aber wenn das Essbesteck beim Essen den Teller berührte – klirrte das unangenehm. Dann kam das, was man (wenn auch mit einem falsch verstandenen Begriff von „Quantensprung“ in der Physik) – durchaus als „Quantensprung der Verbesserung“ bezeichnen darf: Digitale Hörgeräte. Das nenne ich „Hörgeräte 2.0“
Die Algorythmen der Software wurden immer besser, die Prozessoren immer kleiner und leistungsstärker. Heute sind in jedem Gerät gleich zwei extrem miniaturisierte Prozessoren verbaut, die Algorythmen sind äußerst schnell und leistungsfähig – man hört damit besser als ein normaler Mensch mit seinen natürlichen Ohren, traue ich mich behaupten. Vor allem wenn man die Zusatzfunktionen (kauft und) verwendet: Man kann verschiedene Programme für Zweiergespräche, Meetings, Fernsehen einschalten. Straßenlärm wird gedämpft – menschliche Stimmen werden betont.

Und nun „Hörgeräte 3.0“

Die ganz neue Geräte (wie ich sie seit einigen Wochen habe)
° brauchen keine Batterien mehr (das war lästig und echte Umweltbelastung), sondern laden sich auf, wenn man sie in das entsprechende Gerät legt;
° sie verbinden sich kabellos via Bluetooth (Protokoll 4.2) direkt mit dem Fernseher, dem Blu-ray-Player, dem CD-Player, dem PC (wichtig für Videokonferenzen oder Musik-Einspielungen via Livestream etc.) und dem Telefon (genauer: einem Smartphone wie dem Apple I-Phone – das funktioniert auf jeden Fall).
Entsprechend eingerichtet, melden die Hörgeräte sogar via Smartphone an eine entsprechende Endstelle, wenn man stürzt (enorm wichtig für alte Leute).

Der Babelfisch in Aktion – heute

Und dann gibt es noch eine schicke Zusatzfunktion, die keine Science-Fiction ist, aber im Grundsätzlichen genau dem entspricht, was Douglas Adams in seinen Geschichten Per Anhalter durch die Galaxis als Babelfisch bezeichnet: eine Übersetzungshilfe:
° Sie reden mit einem Araber, der kein Deutsch kann, er hat die Hörgeräte mit der Zusatzfunktion und versteht ihre Rede in seinem Arabisch.
° Er antwortet Arabisch– sie verstehen seine Rede in Ihren Ohren als Deutsch. Basta.
Das kostet einen Tausender extra. Ich brauche und habe das nicht – aber für Geschäftsleute (auch wenn sie nicht schwerhörig sind) – ist das die ideale Fremdsprachen-Lösung. Kriegen Sie bei jedem Hörgeräte-Akustiker.

Seit gut drei Jahrzehnten benötige ich Hörgeräte

Meine Schwerhörigkeit ist offenbar geerbt – mein Vater war im Alter (so ab 70) ebenfalls schwerhörig. Mit seinen (Hinterohr-) Hörgeräten – damals noch analog – kam er nie zurecht. Er war einfach nicht fähig bzw. zu ungeduldig (er hatte wohl auch ADHS – seine ständige Trommelei mit den Fingern) und deshalb nicht in der Lage, die Technik zu erlernen und dadurch auch zu beherrschen. Hilfe holen kam für ihn nicht infrage. Also trug er die Geräte zwar immer, wenn man zu ihm kam – wenngleich deutlich widerwillig. Doch sobald sie nach dem Anschalten „pfiffen“ – schaltete er sie frustriert ab: „Immer dieses blöde Pfeifen!“
Wie ich ihm seinen Frust nachfühlen kann! Aber ich bin anders. Ich lasse mir helfen. –

Kleiner Tipp zwischendurch:
Sollten Sie schwerhörig sein und noch keine Hörgeräte tragen – ändern Sie das schleunigst! Ihr Gehirn verlernt nämlich allmählich das Hören – mit allen Konsequenzen. Und tragen Sie, aus demselben Grund, die Geräte so viel wie möglich – „Strom sparen“ ist Unsinn, vor allem wenn sie die modernste Variante tragen, die nicht mehr diese lästigen Batterien benötigen, sondern Akkus, die sich aufladen lassen.
Mehr hierzu bei meinen Tipps für Hörbehinderte gleich hier um die Ecke im Blog.

Persönliche Erfahrung mit Hörgeräten

Meine ersten Geräte (immer „in Ohr“, von Anfang an – die Variante „Hinter dem Ohr“ gefiel mir nicht) waren noch analog; sie waren besser als „keine Geräte“. Aber wenn das Essbesteck beim Essen den Teller berührte – klirrte das unangenehm. Dann kam das, was man (wenn auch mit einem falsch verstandenen Begriff von „Quantensprung“ in der Physik) – durchaus als „Quantensprung der Verbesserung bezeichnen darf: Digitale Hörgeräte. Die Algorythmen der Software wurden immer besser, die Prozessoren immer kleiner und leistungsstärker. Heute sind in jedem Gerät zwei extrem miniaturisierte Prozessoren, die Algorythmen sind extrem schnell und leistungsfähig – man hört damit besser als ein normaler Mensch mit seinen natürlichen Ohren, traue ich mich zu behaupten. Vor allem wenn man die Zusatzfunktionen (kauft und) verwendet: Man kann verschiedene Programme für Zweiergespräche, Meetings, Fernsehen einschalten. Straßenlärm wird gedämpft – menschliche Stimmen betont. Die ganz neue Geräte (wie ich sie seit einigen Wochen habe) ° brauchen keine Batterien mehr (das war lästig und echte Umweltbelastung), sondern laden sich auf, wenn man sie in das entsprechende Gerät legt;
° und sie koppeln sich via Bluetooth (via Protokoll 4.2) direkt mit dem Fernseher, dem Blu-ray-Player, dem CD-Player, dem PC (wichtig für Videokonferenzen oder Musik-Einspielungen via Livestream etc.) und dem Telefon (genauer: einem Smartphone wie dem Apple I-Phone – das funktioniert auf jeden Fall).
° Entsprechend eingerichtet, melden die Hörgeräte via Smartphone an eine entsprechende Endstelle, wenn man stürzt (enorm wichtig für alte Leute wie mich).
° Und dann gibt es noch eine schicke Zusatzfunktion, die keine Science-Fiction ist, aber im Grundsätzlichen genau dem entspricht, was Douglas Adams in seinen SF-Geschichten Per Anhalter durch die Galaxis als Babelfisch bezeichnet: eine Übersetzungshilfe:

Via Bluetooth direkt verbunden mit Fernseher, Telefon und Computer

Und da das „Beste immer zum Schluss kommt“: Endlich kann ich über die neuen Hörgeräte kommunizieren – nicht nur in die Umgebung als Hörhilfe, sondern seit heute und via Bluetooth direkt mit
° dem Fernseher
° dem PC
° dem I-Phone,
° dem Festnetz-Telefon,
° dem CD-Player,
° dem I-Pod (falls man mal im Zug Musik hören möchte).
Und endlich funktioniert alles heute wie erträumt und erwünscht. Das vielgerühmte „Internet der Dinge“ – das war für mich bisher nur irgend so ein neumodisches Zeug, das mich persönlich nicht betrifft. Was brauche ich schon einen Kühlschrank, der meinem Smartphone mitteilt, dass Butter nachgefüllt werden sollte – mal ganz abgesehen davon, dass ich bisher gar kein Smartphone hatte, sondern nur ein simples Klapp-Handy zum Telefonieren. Das ist mit meinen neuen Hörgeräten jetzt anders.
Ich bin nun also „drin“ – im geheimnisvollen Internet der Dinge mit seinen rätselhaften Protokollen wie „Bluetooth 4.2“. Der Übergang in diese (technisch) „schöne neue Welt“ klingt aber einfacher als es ist. Denn wenn man so eine neue technische Welt betritt, muss man einiges dazu lernen, bis alles so funktioniert wie versprochen. Es hat gut drei Wochen gedauert, bis alles so lief. Damit Schwerhörige, die es mir nachmachen und „aufrüsten“ wollen, sich frustrierende Umwege sparen, hier die Abkürzung.
Nehmen wir mal an, Sie gönnen sich die Weltklasse von StarKey (in Deutschland: NuEar). Dann brauchen Sie zusätzlich zu den Hörgeräten noch:
° das Remote-Micro+ (das die Bluetooth-Verbindung zwischen den Hörgeräten und den anderen Endgeräten herstellt – eine Art Adapter, aber auch ein zusätzliches Mikro bei Konferenzen oder in schwierigen Hörumgebungen – kostet an die 230 Euro).
° Wenn Sie die Hörgeräte direkt – wieder via Bluetooth – mit dem Fernseher oder Ihrem PC (bei Videokonferenz in Corona-Zeiten unabdingbar) kabellos verbinden wollen, brauchen Sie noch ein zusätzliches kleines Kabel mit Dongle, das sie nur von StarKey bekommen (kostet 20 Euro) – die billigeren Kabel „Audio-Ausgang zu Endgerät“, die sie für 5 €uro im Internet bestellen können, funktionieren nicht!
° Sogar die direkte Verbindung zu einem Festnetztelefon funktioniert nun doch – ich habe das mit meinem Gerät (Gigaset, digital und mit Bluetooth-Protokoll 4.2) – in etlichen Gesprächen mit dem Hersteller doch hinbekommen – es geht! Ansonsten hilft nur ein Smartphone – am besten wohl das I-Phone von Apple, das mit den Hörgeräten problemlos kommuniziert. Sie müssen ja nicht das neueste Modell haben – oder eines von einer Konkurrenzfirma, das geeignet ist.
Sie werden, wenn es funktioniert und Sie den Anruf direkt in den Hörgeräten haben – NIE WIEDER ANDERS TELEFONIEREN WOLLEN. Denn auch das beste digitale Telefon hat eine Bandbreite der Hörfrequenzen, die Lichtjahre von dem entfernt ist, die ein gutes digitales Hörgerät bietet. Wenn alle technischen Voraussetzungen (Hörgeräte, Remote-Micro+*, Verbindungskabel) vorhanden sind.

* Außer dem Remote-Micro+ bietet StarKey noch einen anderen technischen Adapter an, der eine direkte Verbindung mit dem Fernseher herstellt – wenn dieser dafür geeignet ist. Für die Bluetooth-Verbindung mit einem PC (und damit auch mit Internetkonferenzen) taugt das nicht. Wer ein Apple I-Phone hat (oder ein anderes gutes Smartphone) kann sich natürlich auch der Videotelefonie via FaceTime bedienen. Aber das winzige Display des besten Smartphones ist für längere Meetings mehr als gewöhnungsbedürftig – der große Bildschirm eines Computers ist da wesentlich angenehmer.

Das Procedere

Sind alle drei technischen Geräte bereit (Hörgeräte, Remote-Micro+ und Verbindungskabel), sieht das Procedere so aus:

1. Hörgeräte einschalten und in die Ohren platzieren.
2. Das „kleine Kabel mit dem Dongle“ am Kabel aus dem TV-Audio-Ausgang andocken.
3. Das Remote-Micro mit dem „kleinen Kabel“ verbinden.
4. Zwei Sekunden den An/Aus-Schalter des Remote-Micro drücken, bis grünes Licht leuchtet.
4. Am Remote-Micro (grünes LED-Lämpchen = Bluetooth ist aktiv) mit der kleinen Taste auf das Noten-Symbol schalten (muss man nur beim allerersten Mal machen – ab da geht das automatisch.
5. Jetzt ist der Ton direkt im Ohr. (Falls man mal das Zimmer verlässt und die Bluetooth-Verbindung unterbrochen wird, schaltet man sich mit der Fernbedienung der Hörgeräte wieder ein.)
6. Wenn Sie zwei (oder, wie ich, drei) Monitore mit ihrem PC betreiben und Streaming via Internet und PC direkt auf Ihren Fernseher verwenden wollen (dadurch bekommen Sie Zugang zu jeder Mediathek oder zu den Lieferanten von Streaming-Angeboten wie Amazon Prime und Disney Plus), habe ich noch einen kleinen technischen Trick parat: Besorgen Sie sich für rund 15 €uro einen HDMI-Switch und drei HDMI-Kabel. Wichtig ist, dass der Switch (deutsch: Weiche) einen Eingang (oder deren zwei) hat und zwei Ausgänge.
Was nicht funktioniert, sind Splitter – es muss ein Switch-Gerät sein wie dieses (über Amazon erhältlich):
4K@60Hz HDMI-Splitter/Schalter, HDMI Switch… (es darf also ein Gerät sein, das sowohl Switch wie auch Splitter ist – aber nicht „nur Splitter“!)

Wer ein Apple I-Phone hat (oder ein anderes gutes Smartphone) kann sich natürlich auch der Videotelefonie via FaceTime bedienen. Aber das winzige Display des besten Smartphones ist für längere Meetings mehr als gewöhnungsbedürftig – der große Bildschirm eines Computers ist da wesentlich angenehmer.

Zufall auf YouTube wird zu MultiChronie

Den „Kampf“ meines Vaters mit den Hörgeräten erlebte ich in den 1990er Jahren. Als ich jetzt im Jahr 2021 das Verfahren mit dem PC ausprobierte, schaltete ich auf YouTube rein zufällig als ersten Test die Aufzeichnung eines längeren Films aus dem Jahr 2001 mit einem Interview ein, das Roger Willemsen mit Schauspielerin Marie Bäumer führte und in dessen Verlauf er ihr einen großen Herzenswunsch erfüllte: Als passionierte Reiterin und Pferdeliebhaberin wollte sie schon immer Monty Roberts kennenlernen, den weltberühmten „Pferdeflüsterer“. Die Verabredung gelang, war auch sehr anregend und aufschlussreich mit einem Besuch in Roberts´ Ranch bei Los Angeles. Während er ihr zeigt, wie er das als Pferdeflüsterer direkt mit einem noch recht wilden Pferd macht – und sie selbst das dann nachmachte (wofür sie sehr begabt ist) –

– begreife ich heute am 18. März 2021, dass dies auf fast identische Weise das ist, was ich (intuitiv und dann mühsam zusätzlich Ende der 1970er Jahre mit TZI gelernt) seit 1979 in meinen Seminaren mache,  wenn ich mit Schreibinteressierten anfange zu arbeiten.
Nun sind Menschen keine Pferde. Aber als „Lebewesen“ sind sie – eben Lebewesen mit gewissen Grundbedürfnissen und Verhaltensweisen . Mit denen kann man autoritär kommunizieren – oder einfühlsam „antiautoritär“ – eben wie der Pferdeflüsterer sehr eindringlich erläutert und dann praktisch vorführt und wie Marie Bäumer ihm perfekt nachmacht. Sehr sehenswertes Video!

Meine Frau Ruth und ich waren beide solche „(Schreib)-Menschenflüster – ich bin es heute noch. Aber bisher wusste ich es nicht – dieses Interview ließ es mir wie Schuppen von den Augen fallen. Und so bin ich – MultiChronie sei Dank – von den Hörgeräten – per Zufall – beim Kern meiner beruflichen Arbeit als Seminarleiter gelandet und verstehe plötzlich etwas über mich, was ich vorher noch nie so gesehen habe.

Und als Sahnehäubchen obendrauf hier noch ein anderer Link, den ich mir gleich nach dem Pferdeflüsterer zu Gemüte führte, obwohl ich den zuvor schon unzählige Male angeklickt und genossen habe – ebenfalls aus der unendlichen Schatzkiste von YouTube:
Bundesrat Merz lacht im Berner Parlament

Vertiefende Mini-Lektion: Digitales und analoges Weltgefühl

Die Ohren sind analog – und entsprechend in viel höherem Maße „welthaltig“. Deswegen ist der Hörverlust weit gravierender als der Sehverlust – was das Lebensgefühl angeht (nicht was die Teilhabe am Weltwissen angeht).
Ich habe dies buchstäblich am eigenen Leib erfahren, als ich kürzlich mit meinen neuen Hörgeräten das Haus betrat, in dem ich wohne, und die Treppe hinaufstieg. Aus purer Neugier schaltete ich die neuen Hörgeräte ein (ja, ich hätte das schon vorher tun sollen) – und fühlte mich, während ich Stufe um Stufe hinaufstieg, plötzlich irgendwie „größer“, „körperlicher“. Ich war sehr verblüfft. Wie konnte das sein? Eine Sinnestäuschung? Die Erklärung, die ich fand:

Unsere Ohren „messen“ ständig den uns umgebenden Raum und vermitteln dabei auch eine Art „Weltgefühl“, das anders ist als das optische Weltgefühl über die Augen. Das ist physikalisch wohl genau wie bei den Fledermäusen mit ihrem sagenhaften Echolot-Hören – nur nicht so extrem. Wenn man schlecht hört und keine technische Unterstützung durch Hörgeräte hat, verliert man irgendwie den Kontakt zum umgebender Raum, den das Gehirn ja innerlich in einem Weltmodell nachbildet und ständig nachjustiert. Ähnlich wie die Labyrinth-Gänge im Ohr das Gleichgewicht ständig messen und nachjustieren – in Verbindung mit den hochsensiblen Sensoren in unseren Fußsohlen.
Ist dieses „die Welt hören“ reduziert oder fällt es gar infolge Schwerhörigkeit weitgehend aus, schrumpft wohl auch, psychologisch gesehen, unser Körpergefühl (sollte man mal genauer untersuchen – wäre sicher eine Doktorarbeit wert – falls es die nicht bereits gibt).

Quelle
Willemsen, Roger: Interview mit Marie Bäumler und Monty Roberts. 10. Juni 2001 – auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Q-1ZiAb3Ab4


Verbinden von PC-Audio-Ausgang mit Hörgeräten
via Dongle+RemoteMicro+
1. Dongle verbinden mit Audiokabel (hinten am PC eingesteckt)
2. RemoteMicro+ verbinden mit Dongle
3. Hörgeräte in die Ohren
4. RemoteMicro aktivieren (grünes Licht nach zwei Sekunden)
5. Passenden Lautsprecher auswählen (Realtek High Definition Audio = dritte Möglichkeit von unten)
6. Nach Beendigung der Session RemoteMicro abschalten – und aufladen!
7. Wenn der Ton verlorengeht, weil man das Zimmer verlässt: Neustart des Mikrofons mit Fernbedienung Hörgeräte und / oder Neustart RemoteMicro.
8. Für Umschaltung Ton zu TV: Grundig Webex anklicken.
9. Wenn das (Mobilteil des) Telefon klingelt: Am Platz vor dem PC bleiben – Das RemoteMicro nimmt den Anruf automatisch an – direkt in die Hörgeräte (aber nur, wenn die Bluetooth-Funktion des Smartphone de-aktiviert ist → unten 11b).
   9a: Zurück vom Telefonat in das Jitisi-Meeting: RemoteMicro kurz aktivieren – dann stellt es sich um zurück in das Jitsi-Meeting.
10. Wenn das RemoteMicro am Ladekabel hängt, kann es keine Bluetooth-Verbindung herstellen.
Kästchen „HDMI-Matrix“
Verbinden von PC-Audio-Ausgang mit Monitor 1+2+3 (und Hörgeräten via Dongle + RemoteMicro)
11. Kästchen HDMI-Matrix einschalten: OUT A / 1 anschalten plus OUT B /2
Verbinden von PC-Audio-Ausgang mit Monitor 2 plus Fernseher (und Hörgeräten via Dongle + RemoteMicro)
12. Kästchen HDMI-Matrix einschalten: OUT A / 2 anschalten plus OUT B /1
13. Wenn der rechte Bildschirm (= #3) „verschwindet: Kästchen abschalten und wieder starten: : OUT A / 1 plus OUT B /2
14. Streaming via PC → Box „HTMI-Switch“ → Fernseher: Lautstärke am PC einstellen! (oder mit Hörgeräte-Fernbedienung: Programm Fernsehen)
Hörgeräte ←→ Telefon
15a Smartphone: verbindet sich direkt mit den Hörgeräten  (ohne RemoteMicro) – wenn Bluetooth-Funktion aktiviert ist (→ Einstellungen)
15b Gigaset Festnetz Telefon: verbindet sich mit den Hörgeräten via RemoteMicro) – wenn Bluetooth-Funktion beim Smartphone deaktiviert ist.
Alles ist mit allem verbunden – das nennt man „Internet der Dinge“.

138 _ aut #749 _ 2021-03-18/21:40

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: