All die Jahre habe ich vor dem großen Ereignis Ende März und Anfang Oktober gegrübelt: Wird die Uhr nun vorgestellt – oder zurück?Mal abgesehen davon, dass diese ganze Umstellerei ohnehin ein hirnrissiger Blödsinn ist, ergibt sich folgende Rechnung: Wenn jed(er) Deutsche jeweils nur eine Minute über dieses Problem nachdenken muss, sind das2 x 82.000.000= 164:000.000„Eselsbrücke „Sommerzeit – Winterzeit““ weiterlesen
Kategorie-Archive: Zeitstrahl
°Der rote Stern
(Ein riesiger „roter Stern“ prangte in den 1950er Jahren auf der Stirnfront der großen Lokomotiven, die aus der sowjetrussisch besetzten Tschechoslowakei Kohle in den Westen schleppten. In Selb-Plößberg war Endstation, wo die Lok abgekuppelt wurde und mit leeren Waggons über den „Eisernen Vorhang“ zurückdampfte. Wir sahen diese Ungetüme fast jede Woche auch dem Schulweg von„°Der rote Stern“ weiterlesen
Begegnung mit Jim Parker
Irgendwann 1953 habe ich diese Schundheftchen (wie man das damals abschätzig nannte) am Zeitungskiosk entdeckt – entweder in Rehau oben am Bahnhof – oder in Selb, ebenfalls am Bahnhof. In Rehau stieg ich morgens um 07:00 Uhr mit einer Horde anderer Kinder in den Zug nach Selb – in Selb eilten wir gleich nach Ankunft„Begegnung mit Jim Parker“ weiterlesen
Akronym-Spiel: Demokratie
Akronym – das ist zunächst ein Kunstwort, das von den griechischen Wörtern akros = Spitze (wie in Akropolis = „An der Spitze (am Anfang) der Stadt [Athen] stehend“) und nomos abgeleitet wird. Es kann frei übersetzt werden mit: „Wort, das aus den Spitzen (Anfängen) anderer Wörter gebildet wird. ATTACK ist ein wunderbares französisches Exemplar: Association„Akronym-Spiel: Demokratie“ weiterlesen
„Der Fortschritt ist wirklich, wenn auch nicht immer stetig. „
„Das längst überwunden Geglaubte scheint uns nachzukriechen. Demokratien verschwinden. Fundamentalisten finden neue Anhänger, und der Populismus macht sich in der Mitte der Gesellschaft breit. Ich bin nicht sicher, dass die Ursache dafür im durch die Globalisierung beförderten Zusammenprall sehr unterschiedlicher Kulturen zu suchen ist…“ Das schrieb mir eben Christa H. als Kommentar zu meinem letzten„„Der Fortschritt ist wirklich, wenn auch nicht immer stetig. „“ weiterlesen
Hörgeräte 3.0 und das Internet der Dinge
Seit gut drei Jahrzehnten benötige ich Hörgeräte. Die Schwerhörigkeit ist offenbar geerbt – mein Vater war im Alter (so ab 70) ebenfalls schwerhörig. Mit seinen (Hinterohr-) Hörgeräten – damals noch analog – kam er nie zurecht. Er war einfach zu ungeduldig (er hatte wohl auch ADHS – seine ständige Trommelei mit den Fingern) und war„Hörgeräte 3.0 und das Internet der Dinge“ weiterlesen
Ammonit als Symbol für MultiChronie
Ich habe in meinem Curiositäten-Kabinett ein hübsches passendes Symbol für Beiträge in diesem Blog gefunden, die sich speziell mit MultiChronie befassen: Ein kleines Schieferstück mit dem Abdruck eines Ammoniten, den ich vor gut 45 Jahren während eines Besuchs der berühmten Fundstätte bei Eichstätt auf der jedermann zugänglichen Schutthalde mit Trümmerresten der große Ausgrabungen gefunden habe„Ammonit als Symbol für MultiChronie“ weiterlesen
Mutters magische Macht und…
… die „bucklige Verwandtschaft“ auf der väterlichen Seite – das ist ein wichtiges Kapitel in meiner Lebensgeschichte. Mütter sind ohnehin dreifach wirkmächtiger als die Väter: ° Durch den Vorsprung der neun Monate Schwangerschaft, das Stillen und die Phase der frühen Kindheit, die ja, psychologisch gesehen, nur eine Fortsetzung des physischen Mutterleibs ist – Väter haben„Mutters magische Macht und…“ weiterlesen
Gefährliche Kutschfahrt im Winter
Über meinen Urgroßvater Ferdinand Naumann habe ich schon an anderer Stelle berichtet, desgleichen über seine Bildungsreise an die Riviera anno 1908 und über seine Frau Anna und deren aufschlussreichen Brief. Hier mache ich ein Kapitel aus seinen Tagebüchern zugänglich, das sich streckenweise wie Szenen aus einem Abenteuerroman liest. Man erlebt ihn nicht nur als einen„Gefährliche Kutschfahrt im Winter“ weiterlesen
Bildungsreise anno 1908
Es wäre schade, ein solches aufschlussreiches Dokument nicht im Internet zu publizieren. Es stammt aus den Tagebüchern, die Ferdinand Naumann um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert führte – also vor mehr als einem Jahrhundert.Er war Hotelier auf dem Inselsberg bei Jena, später im Bahnhof zu Erfurt. 1908 machte er mit einem Freund eine„Bildungsreise anno 1908“ weiterlesen